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Businessplan – so geht’s

Ein guter Businessplan ist bares Geld wert

Ein guter Businessplan ist bares Geld wert: Wer gute Ideen hat, braucht Geld. Wer ein Unternehmen gründen will, braucht auch Geld. Geld kommt von Investoren oder Banken. Aber nicht einfach so. Vor dem Geld steht der Businessplan. Ganz egal wie gut Ihre Idee ist: Nur ein guter Businessplan mit einer sauberen Planung wird Investoren von Ihren Ideen und ihren Unternehmer-Qualitäten überzeugen. Je besser der Business-Plan, desto mehr Geld bekommen Sie. Und die Konditionen sind dann auch besser. So einfach ist das!

Wie sieht ein guter Businessplan aus? Zuerst einmal besteht er aus drei Teilen: A) Textteil. B) Ausführliche Unternehmensplanung. C) Präsentation. Wie lang soll der Textteil sein? Kommt drauf an. Wenn Sie eine kleine, aber florie-rende Gaststätte übernehmen und erweitern wollen, dann reichen 10 Seiten. Wenn Sie ein Unternehmen gründen wollen, das eine neue Technologie europaweit entwickeln und dann vermarkten will, dann können 150 Seiten zu wenig sein. Es gibt also kein Patentrezept.

Was muss in den Textteil rein? Der Textteil muss mindestens die folgenden Gliederungspunkt umfassen:

1. Excecutive Summary – Zusammenfassung: Hier wird das ganze Projekt mit allen seinen Vorteilen und dem Finanzbedarf auf zwei Seiten vorgestellt. Nicht mehr!

2. Markt: Wie groß ist Ihr Markt im Ganzen? Wie groß ist der Ihnen zugängliche Markt? In welche Segmente ist der Markt unterteilt? Wie hoch ist die Wertschöpfung in welchem Segment? Wie sieht der Markt heute aus und wie wird er morgen (und vielleicht übermorgen) aussehen?

3. Wettbewerb: In keinem Markt sind Sie allein. Was machen also die anderen? Wer sind sie, in welchen Segmenten sie sind tätig und mit welchen Strategien?

4. Team: Wer steckt hinter dem BP? Hier sind Lebensläufe gefragt und Erklärungen, wer sich wann mit welchem Know-how (Zeit, Geld, Patente, Marketing, Forschung etc.) engagiert.

5. Organisation: Hier wird mehr als ein Organigramm erwartet. Hier muss erklärt wer-den, welche Produkte (oder Dienstleistungen) durch welche Organisation auf den Markt gebracht werden.

6. Realisierungsfahrplan (Milestones): Das sind also die berühmten Meilensteine. Hier erklären Sie, wann Sie welche Hürden bzw. Entwicklungsstufen erreichen.

7. Finanzbedarf: Jetzt wird es spannend, und hier wird Ihr Investor ganz genau hin-schauen: Wie viel Geld brauchen Sie wann genau? Wer sich hier verrechnet und den Finanzbedarf deutlich über- oder unterschätzt, der büßt viel an Glaubwürdigkeit ein. Es gibt nichts schlimmeres, als 5 Mio. EUR zu benötigen, aber 2 Mio. EUR beantragt zu haben.

8. Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken: Hier analysieren Sie, was inner-halb Ihrer Organisation gut und schlecht ist (Stärken und Schwächen). Dann schauen Sie sich die Umgebung des Unternehmens an (Markt und Wettbewerb) und analysieren wieder, welche Entwicklung gefährlich für Sie sein könnte. und welche Sie begünstigen. Ein wichtiger Punkt, bei dem oft Banalitäten wirkliche Analysen ersetzen.

Wie soll der Zahlenteil aussehen? Wenn es bereits einen Geschäfts betrieb gibt, dann muss die Vergangenheit dargestellt werden; drei Geschäftsjahre reichen. Sie brauchen auf jeden Fall eine Umsatzplanung (Plan-GuVs), Planbilanzen und eine Plan-Liquiditätsrechnung. Sind große Investitionen über die Jahre hinweg erforderlich, dann brauchen Sie auch eine Investitionsplanung mit entsprechender Planung der Abschreibungen. Soll der BP Ihnen hohe Kapitalzuflüsse verschaffen und sind Unter-nehmensanteilen zu verkaufen, dann wird eine Unternehmensbewertung erforderlich.

Bringen Musterpläne aus dem Internet was?: Wenn Sie „Businessplan“ googeln, finden Sie Millionen Treffer. Darunter sind tausende von kostenlosen Muster-Businessplänen. Die können Sie sich einfach herunterladen und nach diesem Schema dann ihren eigenen Businessplan stricken. Ein Muster kann natürlich gut sein - aber es muß mit Leben und richtigen Inhalten gefüllt werden.


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